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Geschichte

Im Jahre 1954 wurde an der Universität Bonn das "Zentrallaboratorium für Angewandte Übermikroskopie" als zentrale Service-Einrichtung für elektronenmikroskopische Forschung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, sowie der Medizinischen und Landwirtschaftlichen Fakultät eingerichtet. Das Laboratorium war im Poppelsdorfer Schloß untergebracht und mit 3 Elektronenmikroskopen, mehreren Ultramikrotomen und 1 Bedampfungsgerät ausgestattet. Auf Grund der biologischen Fachrichtung des wissenschaftlichen Leiters des Zentrallaboratoriums, Dr. K.E. Wohlfarth-Bottermann, war diese Einrichtung besonders in die Math.-Nat. Fakultät eingebunden.

Mit der Berufung von Dr. K.E. Wohlfarth-Bottermann auf einen neugeschaffenen Lehrstuhl für Cytologie und Mikromorphologie an der Math.-Nat.-Fakultät wurde ein Institut gleichen Namens geschaffen und im Jahre 1966 ein Neubau in Bonn-Endenich bezogen.

Da der Bedarf an Service-Leistungen wegen der zunehmenden Ausstattung weiterer Universitäts-Institute mit Elektronenmikroskopen stark zurückging, wurde das Zentrallaboratorium für Angewandte Übermikroskopie bald darauf eingestellt und das Institut für Cytologie und Mikromorphologie als biologische Forschungs- und Lehreinrichtung der Mat.-Nat.-Fakultät geführt. Neben dem Lehrstuhlinhaber beschäftigte das Institut die beiden Professoren H. Komnick und W. Stockem. Der Forschungsschwerpunkt waren vor allem die molekularen Mechanismen und Steuerung zellulärer Bewegungen.

Prof. Wohlfarth-Bottermann emeritierte im Jahr 1988 und verstarb im September 1997. Als sein Nachfolger wurde Prof. Dr. V. Herzog 1988 aus München berufen. Umfangreiche Umbauarbeiten folgten und der mittlerweile gebräuchlichen Fachbezeichnung Rechnung tragend, wurde das Institut für Cytologie kurz darauf in Institut für Zellbiologie umbenannt. Forschungsschwerpunkte der Arbeitsgruppe Herzog waren "Zell-Motilität und -Migration" sowie "Zellulärer Proteintransport".

Ende August 1999 trat Prof. Komnick in den Ruhestand. Als Nachfolger wurde Herr Prof. Dr. J. Höhfeld berufen, der seine Professur im Oktober 2000 mit dem Forschungsschwerpunkt "Molekulare Mechanismen der Proteinfaltung und des Proteinabbaus" antrat.

Im Januar 1998 starb unerwartet Prof. Stockem. Als Nachfolger seiner Professur wurde Herr Prof. Dr. A. Haas berufen, der mit seinem Forschungsschwerpunkt "Molekulare Zellbiologie der Infektion" seine Stelle im April 2001 angetreten hat.

Nach der Emeritierung von Prof. Herzog wurde im Dezember 2004 Herr Prof. Dr. D. O. Fürst berufen, dessen Forschungsschwerpunkte vor allem auf den molekularen Mechanismen der Muskel-Morphogenese und der funktionellen Analyse von Zytoskelettproteinen liegen.

Die drei Arbeitsgruppen des Instituts für Zellbiologie kooperieren erfolgreich sowohl miteinander als auch mit Gruppen verschiedener Fakultäten der Universität Bonn und vielen weiteren deutschen und ausländischen Forschungseinrichtungen. Das Institut ist unter anderem an zwei Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (SFB645, SFB670, SFB), an zwei DFG-Forschergruppen (FOR1228; FOR1352, Sprecher Prof. Fürst) und einem DFG-Schwerpunktprogramm (SPP1580, Sprecher: Prof. Haas) beteiligt.
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